Pressearchiv - Was die Presse meint...

Bericht der "Böhme-Zeitung" vom 7. Mai 2007...

Vielfältige Lebensräume einer historischen Kulturlandschaft will die Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide auch in Zukunft schützen helfen...

Wer stiftet, bleibt ewig!

Mit einer neuen Vermögensstruktur will sich der Verein Naturschutzpark e.V. (VNP) fit für die Zukunft machen und sein Vermögen dauerhaft sichern. Mit mehr als Dreiviertelmehrheit votierten die Mitglieder bei der Jahresversammlung am Sonnabend in Bispingen daher dafür, die bestehende Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide deutlich zu erweitern: Der VNP überträgt zum 1. Januar 2008 nahezu alle seine liquiden und vor allem auch die Immobilien auf die Stiftung (...).

"Zu seinem 100. Geburtstag steht der VNP an einer historischen Schwelle, sein Vermögen dauerhaft zu sichern", erläuterte Vorsitzender Hans Joachim Röhrs. Durch das Einbringen in die Stiftung sei es möglich, "das Vermögen langfristig vor jeglichen Gefahren des Zugriffs durch Dritte oder zweckentfremdeten Verwendung zu schützen". Denn eine Stiftung "ist eine Institution für die Ewigkeit", ergänzte Vorstandsmitglied Professor Michael Rutz (...).

Damit eine enge Verzahnung zwischen Verein und Stiftung besteht und auf Dauer kein Auseinanderdriften der Institutionen möglich ist, stehen der jeweilige VNP-Vorsitzende und sein Stellvertreter auch in der Stiftung an der Spitze. Gewählt werden sie unverändert von der Mitgliederversammlung, die jährlich einen Bericht erhält. Durch die neue Konstruktion "ändert sich für die Mitglieder und nach außen nichts", so Geschäftsführer Zimmermann. Auch Mitwirkungsmöglichkeiten der Mitglieder bleiben, so röhrs: "Der Verein gibt auch die Ziele der Stiftung vor, da die Stiftung nach ihrer Satzung nur die Ziele des Vereins verfolgen und fördern darf."



Bericht der „Lüneburger Landeszeitung“ vom 11. Mai 2005...

Blick in die ehemaligen "Roten Flächen" bei Bockheber - heute im Entwicklungsstadium zu Heide- und Magerrasenflächen...

Verein Naturschutzpark erhält 650 000 Euro
als Entschädigung –
Rechtsstreit um die Panzerschäden auf den Roten Flächen endet mit Vergleich

Der Rechtsstreit ist zu Ende, der Verein Naturschutzpark (VNP) erhält einen „Geldregen“: Als Ausgleich für Panzerschäden auf dem ehemaligen britischen Militärübungsgelände der Roten Flächen zwischen Soltau, Schneverdingen und Bispingen zahlt ihm der Bund 650 000 Euro als Entschädigung. Darauf haben sich der Verein und der Bund nach Angaben des VNP-Vorsitzenden Hans Joachim Röhrs in einem Vergleich vor dem Landgericht Lüneburg geeinigt.

„Wir sind zufrieden“, bewertete Geschäftsführer Mathias Zimmermann das Ergebnis. „Das Geld ist bereits auf dem Konto.“ Es soll komplett in die Stiftung des VNP einfließen. Zimmermann räumte aber ein, dass der VNP ursprünglich deutlich mehr Geld haben wollte: in Gutachten war von Wiederherstellungskosten für die Gebiete zwischen zwei und 3,5 Millionen Euro die Rede gewesen, der VNP hatte zuletzt gut 2,2 Millionen Euro Entschädigung für seine 1200 Hektar Heideflächen, auf denen die Panzer geübt hatten, gefordert.

Die Flächen des Vereins Naturschutzpark im ehemaligen Panzerübungsgelände zwischen Schneverdingen und Soltau umfassen rund 1800 Hektar, davon ein Drittel Wald und zwei Drittel heide- und so genannte Offenlandschaft. Bevor die Britten in diesem Gebiet nach 1945 mit ihren Panzern zu üben begannen und die Vegetation nach und nach zerstört wurde, breiteten sich hier überwiegend weite Heideflächen aus. Bereits zwischen 1910 und 1914 waren sie mit Spendengeldern für den Naturschutz aufgekauft worden, um sie vor einer Aufforstung oder anderweitiger Nutzung zu schützen.

Nach Übungsende begannen vor zehn Jahren die Arbeiten zur Rekultivierung und Renaturierung. Die eingewühlten Panzerspuren wurden eingeebnet, Heide angesät. „Die Heide hat sich sehr gut entwickelt“, zog Zimmermann eine positive Bilanz der Arbeiten.

Nach dem Ende der Übungen kam es jedoch auch schnell zum Streit ums Geld. Keine Probleme gab es laut Zimmermann mit dem Ausgleich für Acker und Wald. Anders sah es mit den hHideflächen aus. Die beiden Parteien, der Bund und der VNP, konnten sich nicht einigen, wie die Schäden – vor allem die Bodenverdichtung durch die schweren Kettenfahrzeuge – denn zu beziffern sein sollten.

So trafen sich VNP und die Oberfinanzdirektion Magdeburg als Vertreter des Bundes im Jahr 2000 vor Gericht. Die Parteien einigten sich dabei darauf, angesichts der Gerichtskosten zunächst einen Musterprozess zu führen, bei dem es um ein kleines Flurstück bei Heber mit einem Wert von 45 000 Mark ging. Am Ende fällte das Landgericht Lüneburg im August 2001 ein Grundsatzurteil. Danach war die VNP-Klage dem Grund nach gerechtfertigt. Die Höhe der Entschädigungszahlung legten die Richter jedoch nicht fest. wu



Bericht der „Böhme-Zeitung“ vom 01. März 2003...

Übergabe der Stiftungsurkunde an den Vorsitzenden der Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide, Hans Joachim Röhrs...

VNP-Zukunft sicherer –
Stiftung Naturschutzpark gegründet –
3,3 Millionen Euro Stammkapital

Als „schlechtestes Stück von bedeutendem Umfang in Deutschland“ oder auch als „Deutsch-Arabien“ – so wurde in der Historie die Lüneburger Heide bezeichnet. Inzwischen hat sich diese Ansicht gewaltig gewandelt. Davon zeugen vor allem die vielen Besucher aus aller Welt, die es jährlich in die Heideflächen auf und rund um den Wilseder Berg zieht. Diese Wende ist vor allem ein Verdienst des Vereins Naturschutzpark (VNP). Seit mehr als 90 Jahren liegt sein Hauptaugenmerk auf inzwischen 8000 Hektar des Naturschutzgebiets Lüneburger Heide.

Seit gestern steht nun der VNP finanziell auf sichereren Füßen als bislang. Die Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide wurde mit der Übergange der Stiftungsurkunde in Niederhaverbeck ins Leben gerufen. Rund 3,3 Millionen Euro umfasst das Stammkapital. Die Summe kam durch die Verkäufe der Jugendherberge in Undeloh, des Wilseder Hofs in Wilsede und des Stimbeckhofs in Haverbeck sowie durch Abgabe von Flächen im ebenfalls zum VNP gehörenden Nationalpark „Hohe Tauern“ an die österreichische Bundesforst zusammen. Mit dem Erlös können derzeit sieben Prozent der Gesamtaufwendungen des Vereins bestritten werden. Das reicht allerdings nicht. Und so hofft der VNP auf weitere Zustiftungen und auf Entschädigungszahlungen für Bodenschäden der ehemals militärisch genutzten „Roten Flächen“ im Naturschutzgebiet. Gut 2,2 Millionen Euro werden erwartet. Allerdings läuft derzeit dazu ein Gerichtsverfahren. Bislang sind im Rahmen des „Soltau-Lüneburg-Abkommens“ nur die betroffenen Landwirte durch die Bundesregierung entschädigt worden. Der VNP hofft per Gerichtsentscheid ähnliches für sich (...) .

Den Werdegang bis hin zur Stiftungsgründung, die im Har 2001 mehrheitlich von den Mitgliedern beschlossen wurde und am 20. Dezember 2002 durch die Bezirksregierung genehmigt wurde, erläuterte zu Beginn der kleinen Feierstunde VNP-Vorsitzender Hans Joachim Röhrs. Bereits Mitte der 80er-Jahre habe es Bestrebungen zur Stiftungsgründung gegeben. In dem Zusammenhang sprach er auch immer wieder von „vornehmen und weniger vornehmen Widersachern“ (...).

Dass die Zukunft des VNP durch die Stiftung ein stückweit sicherer sei, den Verein finanziell unabhängiger mache, betonte Wilfried Holtmann, Abteilungsleiter der Bezirksregierung Lüneburg. Er wies auf die steuerlichen Vorteile hin, die eine gemeinnützige Stiftung im Gegensatz zu einem Verein habe. Holtmann erklärte weiter, dass der VNP immer mehr geleistet habe, als von der „öffentlichen Hand“ aus möglich gewesen wäre. Holtmann übergab nicht nur die Stiftungsurkunde, sonder auch das Europadiplom des Europarates sowie für den VNP-Landschaftspflegehof Tütsberg für die erfolgreiche Teilnahme den „Förderpreis Ökolandbau“. at



Bericht der „Harburger Anzeigen und Nachrichten“ vom 01. März 2003...

Erzählt aus vergangenen Zeiten... das Heidemuseum "Dat ole Huus" in Wilsede...

Das „Kapital“ der Heide –
VNP feiert die Gründung einer neuen Stiftung zu Gunsten des Naturschutzes

Es seinen „wenig vornehme Widersacher“ gewesen, die die Arbeit des Vorstandes nicht immer leicht gemacht hätten, sagte Hans Joachim Röhrs, Vorsitzender des Vereins Naturschutzpark (VNP). Umso mehr zeigte sich der Ex-Oberkreisdirektor des Landkreises Harburg gestern in Niederhaverbeck erfreut, dass aus einer Idee für die Existenzsicherung des Vereins Realität geworden ist.: 2001 war der Entschluss zur Errichtung einer Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide gefallen, jetzt gab´s die offizielle Gründung.

Rund 3 Millionen Euro umfasst der Grundstock der Stiftung – Geld, das zum Großteil durch den Verkauf von Vereinseigentum zusammengetragen werden konnte, bilanzierte Röhrs in seiner Ansprache. „Damit ist nach jahrzehntelanger Durststrecke das Ziel erreicht, die Existenz des VNP mit einer Nachhaltigkeit zu sichern, wie sie in 100 Jahren Geschichte nicht zu erreichen gewesen ist“, sagte Röhrs.

Künftig wird die gemeinnützige Stiftung den Verein Naturschutzpark aus den Erträgen des Stiftungsvermögens finanziell unterstützen. Bereits heute könnten dadurch sieben Prozent der Gesamtaufwendungen beglichen werden, so Röhrs. Dennoch ist das Werben um weitere Unterstützung nicht beendet: Der VNP hofft auf Zustiftungen und damit auf einen nennenswerteren Stiftungsertrag – unter anderem für den Kauf weiterer schutzwürdiger Landschaftsflächen.

(...) Wilfried Holtmann von der Bezirksregierung Lüneburg überreichte dem VNP die Stiftungsurkunde und würdigte die Leistung des VNP. Glückwünsche und Grußworte überbrachten auch Vertreter des Landkreises Soltau-Fallingbostel und des Landkreises Harburg: „Der Landkreis Harburg begrüßt die Stiftungsgründung ausdrücklich.“ Sie sei der richtige Weg, sagte Vize-Landrat Norbert Böhlke und fügte hinzu: „Seien sie versichert, dass auch wir unseren Beitrag leisten wollen und den VNP nach besten Kräften unterstützen.“ Bianca Demuth



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